Innovativ heizen

Ökologie und Funktionsweise
Bei einer Pelletheizung wird anstatt mit Öl oder Gas mit Pellets Wärme erzeugt. Dabei kann zwischen verschiedenen Konzepten gewählt werden. Einerseits kommen vollautomatische Pelletkessel in Betracht und andererseits einfache Pelletöfen. Bei vollautomatischen Systemen werden die Pellets über eine Förderschnecke aus dem Lagerraum in den Pelletskessel befördert und dort umweltfreundlich verbrannt. Einfache Pelletöfen werden zur Beheizung einzelner Räume genutzt und per Hand aufgefüllt. Die Pellets selber zeichnen sich durch eine hohe Nachhaltigkeit aus, indem sie aus Holzabfällen regional hergestellt werden.

Umweltbilanz von Pellets
Die Normen sorgen unter anderem dafür, dass Pellets ein so umweltfreundlicher Brennstoff bleiben, wie immer behauptet wird. Holzpellets werden aus nachwachsenden Rohstoffen produziert und ermöglichen so eine CO2-neutrale Wärmeerzeugung. Denn bei der Verbrennung wird nämlich nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie vorher beim Wachstum durch den Baum gebunden wurde. Aber das ist nicht der einzige Aspekt, der für die gute Umweltbilanz von Pellets spricht. Denn die zur Herstellung von Pellets aufgewendete Energie (Trocknen, Pressung und Transport) beträgt nur rund drei Prozent des Energiegehalts von Pellets. Bei Erdöl liegt der Bedarf bei weit über zehn Prozent. Ein weiterer Aspekt ist die Nähe von Herstellung und Verbrauch. Pellets werden regional produziert und vertrieben, das mindert die Transportwege und fördert die heimische Wirtschaftskraft. Zudem erfüllen moderne Pelletheizungen alle Anforderungen hinsichtlich der Feinstaubemissionen.

Fördermittel
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gewährt beim Umstieg auf dieses umweltbewusste Heizsystem Fördermittel. Für eine Pelletheizung mit Pufferspeicher beträgt die Förderung 36 Euro pro Kilowatt, mindestens jedoch 2.500 Euro. Für besonders effiziente Heizungen können diverse Boni beantragt werden. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau vergibt zudem besonders zinsgünstige Kredite.

Hohe Investitionskosten, aber geringe laufende Kosten
Eine Pelletheizung ist in der Anschaffung teurer als eine Öl- oder Gasheizung. Die Investitions-Kosten für eine Pelletheizung setzen sich aus den einzelnen technischen Komponenten, wie etwa Pelletkessel,  Pellet-Lager, Pufferspeicher und Austragungssystem zusammen. Die durchschnittlichen Anschaffungskosten liegen bei ca. 11.000 bis 19.000 Euro. Allerdings sollte man berücksichtigen, dass Pellets mit ca. 5,80 Cent/kWh unter dem Preis für Gas und Öl liegen. Aus diesem Grund ist die Anschaffung einer Pelletheizung besonders bei hohen Verbräuchen interessant. Es gilt jedoch zu beachten, dass die Preisentwicklung von Pellets - ebenso wie die von Strom, Öl und Gas - nicht vorhersehbar ist.

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