Strom Tanken

Reine Elektrofahrzeuge sind zum Aufladen ihrer Akkus auf eine externe Stromquelle angewiesen. Gerade wenn man plant eine längere Strecke zurückzulegen, möchte man die Gewissheit haben, dass man es bei Bedarf nicht weit bis zur nächsten Stromtankstelle hat.  

Stromtankstellen sind ganz einfach Tankstellen für Elektrofahrzeuge. Im einfachsten Fall ist dies eine gewöhnliche Steckdose (230 Volt/16 Ampere). Viele Stromtankstellen bestehen daher aus einer oder mehreren Steckdosen, räumlich so plaziert, dass ein oder mehrere Autos gleichzeitig aufgeladen werden können. Genau wie bei einer normalen Tankstelle muss man an die Ladesäule fahren, das Ladekabel mit dem Fahrzeug und der Säule verbinden und warten, bis der Akku geladen ist. Anders als das Tanken von beispielsweise Benzin dauert das Tanken von Strom jedoch deutlich länger.

An einer gewöhnlichen Steckdose erreicht man eine Ladeleistung von etwa 3,7 kW. Abhängig vom Fahrzeugmodell dauert der Ladevorgang bei entleertem Akku mit einer solchen Leistung circa 8 bis maximal 10 Stunden. Lädt man sein Auto über Nacht in der heimischen Garage auf, merkt man die Tankzeit praktisch überhaupt nicht. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Nicht jede Steckdose ist für längere, hohe Belastung ausgelegt! Gerade bei älteren Anschlüssen kann es während langer Ladevorgänge zu erheblicher Hitzeentwicklung kommen. Will man also die heimischen Installationen zum Aufladen eines Elektroautos nutzen, sollten diese vorher immer von einem Elektriker auf entsprechende Tauglichkeit geprüft werden.

Als sinnvolle Alternative zur einfachen Steckdose kann man sich zu Hause auch eine sogenannte Wallbox installieren lassen. Wallboxen sind im Prinzip kleine Stromtankstellen für den Hausgebrauch und bereits für etwa 500 Euro zu haben. Sie garantieren einen komfortablen und vor allem sicheren Ladeanschluss und bieten zudem häufig noch unterschiedliche Ladeprogramme.    

Möchte man sein Elektroauto außer Haus aufladen, stößt man gerade außerhalb von Ballungsräumen auf Probleme. Zwar ist Deutschland, was die Anzahl der Stationen betrifft, mit inzwischen rund 4.400 Stromtankstellen (Stand Oktober 2013) Spitzenreiter innerhalb der EU, doch gerade im ländlichen Raum bestehen noch erhebliche Versorgungslücken. Längere Fahrten über Land sollten also entsprechend sorgfältig geplant und Umwege sowie Wartezeiten an den Stromtankstellen einkalkuliert werden.

Inzwischen sind in Deutschland immer häufiger, so zum Beispiel in Berlin, auch sogenannte Schnellladestationen zu finden. An diesen Stationen kann ein Elektroauto mit Hilfe von hohen Stromstärken und hoher Spannung innerhalb von 30 Minuten zu 80 Prozent geladen werden, vorausgesetzt das Fahrzeug ist entsprechend kompatibel, was gerade bei älteren Modellen nicht immer der Fall ist.

Hier in Potsdam können Sie momentan an zwei Standorten öffentlich Strom tanken: An der historischen Mühle im Park Sanssouci und bei den Stadtwerken Potsdam in der Steinstraße. Der Strom ist dort zudem kostenlos.

Um längere Strecken zu planen oder um herauszufinden, wo sich in Ihrer Nähe eine Stromtankstelle befindet, klicken Sie hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

ANSPRECHPARTNER

Mathias Kluska
Projektleiter KlimaAgentur