Stromeinspeisung in Netze künftig leichter

Potsdam, den 16. Januar 2018

Bauherren und Modernisierer können sich für das Jahr 2018 auf einige Änderungen einstellen, so die Verbraucherzentrale Brandenburg.

Einfacher wird es zum Beispiel, selbst produzierten Ökostrom aus Photovoltaik oder Kraft-Wärme-Kopplung ins Netz einzuspeisen.

Seit Jahresbeginn können neue kleine Energieerzeugungsanlagen mit sogenannten Smart Metern ausgestattet werden. Hierbei handelt es sich um digitale Stromzähler, die Stromverbrauch oder Stromerzeugung ermitteln. Sie speichern die Daten und senden sie an Stromversorger und Netzbetreiber.

Das intelligente Messsystem darf die Kosten pro Messpunkt 60 Euro pro Jahr nicht übersteigen. Ab 2020 sollen auch Stromverbraucher mit unter 6000 kWh pro Jahr mit Smart Meter ausgestattet werden.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst im Programm "Heizen mit erneuerbaren Energien" Solaranlagen, Wärmepumpenheizungen und Biomasseheizungen".

Um die Förderung zu erhalten müssen Verbraucher ab 2018 einen Förderantrag stellen bevor sie mit der Umsetzung der zu fördernden Maßnahme beginnen", betont Marlis Hopf, Leiterin des Energieprojekts der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Obwohl die EEG-Umlage 2018 leicht fällt, kann es zu Preiserhöhungen kommen. Denn die gleichzeitige Novellierung des Netzentgeltmodernisierungsgesetzes sieht vor, die Übertragungsnetzentgelte zu vereinheitlichen.

Je nach Stromanbieter kann der Strompreis steigen oder sinken. Dafür wird die Steuerentlastung bei Kraft-Wärmekopplung eingeschränkt.

"Energiesteuern für Gas und Öl werden bei Kraft-Wärmekopplung nur noch nach Abzug der Investitionsbeihilfen rückerstattet", sagt Hopf. Die Steuerentlastung gilt generell nur für hocheffiziente Anlagen mit einem Jahresnutzungsgrad von mindestens 70 Prozent.

Deutliche Verbesserungen bringt die Reform des Bauvertragsrechts. "Bauherren profitieren in mehrfacher Weise von der Neuregelung", so die Verbraucherschützerin.

Angebote können sie damit noch vor Abschluss des Vertrags besser vergleichen, Kredite einfacher beantragen.

Vereinfacht wird der Nachweis, dass Förderbedingungen und öffentlich rechtliche Vorschriften eingehalten wurden.

Darüber hinaus verpflichtet das Bauvertragsrecht die am Bau beteiligten Parteien dazu, die Bauzeit im Bauvertrag verbindlich festzuhalten.

(Quelle: MAZ)

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Mathias Kluska
Projektleiter KlimaAgentur

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