Sonderbericht des Weltklimarats IPPC verdeutlicht Handlungsbedarf

Potsdam, den 09. Oktober 2018

In einem am Montag veröffentlichten Sonderbericht hat der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) die größten Herausforderungen beim Klimaschutz aufgelistet.

„Schnelle und weitreichende“ Veränderungen seien nötig bei der Energieerzeugung, der Landnutzung, dem Städtebau, im Verkehrs- und dem Bausektor sowie in der Industrie, heißt es dazu von den Forschern.

Entscheidend sei ein schnelles und koordiniertes Handeln. “Diese Dinge müssen sofort einsetzen. Die nächsten zehn Jahre sind entscheidend in ihren Auswirkungen“, erklärt der Meereswissenschaftler Hans-Otto Pörtner in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin SPIEGEL. Als Co-Vorsitzender der IPCC-Arbeitsgruppe II hat er den aktuellen Bericht entscheidend mitbetreut.

Das Ziel ist es, die globale Erwärmung soweit wie möglich zu begrenzen. Zahlreiche Wissenschaftliche Untersuchungen haben zu der Schlussfolgerung geführt, dass eine Begrenzung des Temperaturanstiegs  um 1,5 bis 2 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau erreichbar ist. Die zahlreichen negativen Auswirkungen des Klimawandels ließen sich dadurch auf ein Minimum reduzieren.

In Deutschland war der Bericht Anlass für einen Appell an die Bundesregierung, die hiesigen Klimaschutzbemühungen deutlich zu verstärken.

So forderte die Umweltorganisation Greenpeace die Bundesregierung auf, schnell aus der Kohle auszusteigen. Es gebe keine Entschuldigung für ein reiches Industrieland wie Deutschland, so Greenpeace-Aktivist Benjamin Stephan, “seine CO2-Bilanz weiterhin mit alten, schmutzigen Kohlekraftwerken zu ruinieren.“

Auch Chef der Bundestagsfraktion der Grünen, Anton Hofreiter, nahm die Regierung in die Pflicht. “Hitzesommer, Extremwetter, Ernteausfälle – alle Alarmzeichen stehen auf Rot“, sagte er. Würde “die Bundesregierung schnell aus der Kohleverbrennung aussteigen“, ließe sich die Kehrtwende schaffen.

ANSPRECHPARTNER

Mathias Kluska
Projektleiter KlimaAgentur

Archiv

Hier haben Sie Zugriff auf alle bisher durch uns veröffentlicheten Meldungen.